ddm Ausgabe 3 | 2023

23 ddm | Ausgabe 3 | 2023 Der komplette Fall 2/3 Einfache Pflege und Reparatur Im Gegensatz zu Keramik ist die Pflege von Restaurationen auch über lange Zeiträume sehr einfach, da die Restaurationen aus Grandio blocs intraoral – nur mit einem Adhäsiv und einem Composite-Füllungsmaterial – repariert werden können. Diese Eigenschaft wird von vielen Zahnärzten sehr geschätzt, insbesondere nachdem sie festgestellt haben, dass auch implantatgetragene Kronen auf diese Weise repariert werden können. Außerdem ist die Polierbarkeit von Nano-Hybrid-Composites immer sehr zufriedenstellend. 3/3 Größere Toleranz gegenüber unterschiedlichen Präparationsansätzen Da im Gegensatz zu Keramik kein Chipping auftritt, vergrößert sich die Bandbreite möglicher Präparationsgeometrien, was insbesondere die Optionen minimalinvasiver Präparationen erhöht. Mit VOCO-Composites lassen sich Restaurationen herstellen, deren Ränder deutlich dünner sind als die Mindeststärken, die das Labor normalerweise bei konventionellen analogen und CAD/CAM-gefertigten Restaurationen einhalten muss. Hinzu kommt das Fehlen von Klickgeräuschen („clackety clack“): Restaurationen aus Grandio blocs sind für die Gegenbezahnung weniger traumatisch als Keramikrestaurationen. Dies gilt sowohl für den natürlichen Schmelz als auch für Restaurationen aus harten Materialien wie Zirkonoxid oder anderen Keramiken. Grandio blocs-Restaurationen verhalten sich akustisch wie natürliche Zähne und erzeugen daher keine unangenehmen Klickgeräusche. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Restaurationen aus nanogefüllten Composites gegenüber Keramikinlays ist wirtschaftlicher Natur: Da weniger Behandlungsschritte als bei Keramik erforderlich sind, reduzieren sich die Kosten für den Patienten deutlich. Auch ästhetisch werden vergleichbare Ergebnisse wie mit Keramik erzielt, insbesondere durch die jüngste Innovation in diesem Bereich, die neue Invisible-Layer-Technologie (Grandio disc multicolor, VOCO). Die „mehrfarbigen“ Restaurationen aus Nano-Hybrid-Composites von VOCO wirken lebendig. Erreicht wird dies durch die computergestützte Anpassung der verschiedenen Farbnuancen bei der CAD-Konstruktion, um den Farbverlauf natürlicher Zähne von der Schneidekante bis zum Zahnhals zu imitieren, was auch bei Frontzahnversorgungen zu einer hervorragenden Ästhetik führt. Aufgrund der Anpassungsfähigkeit dieser Nano-Hybrid-Composites sind diese für alle Arten von prothetischen und restaurativen Behandlungen geeignet. Dabei wird die Wiederherstellung der Kaufunktion durch die garantierte Festigkeit und Langlebigkeit dieser Restaurationen gewährleistet. Maßnahmen für eine hohe Randqualität Zur gründlichen Reinigung und Entfernung von überschüssigem fließfähigem Befestigungsmaterial und anderen Randüberschüssen sowie Verunreinigungen nach der adhäsiven Befestigung können – in Anlehnung an die Gebrauchsanweisung von Bifix QM – zwei Methoden empfohlen werden: (a) An den Rändern können mikroskopisch kleine Zementreste belassen werden, die nach der Aushärtung mit rotierenden Instrumenten zu entfernen sind. (b) Wie im vorliegenden Fall beschrieben und persönlich bevorzugt, wird Glyceringel appliziert und das Befestigungscomposite unter Ausschluss von Sauerstoff lichtgehärtet. Die einzige Herausforderung bei dieser Technik ist das richtige Timing. Es wird empfohlen, erstmal mit einem Schaumstoffpellet (Pele Tim, VOCO) den Zement am Rand zu nivellieren. Das Glyceringel wird erst dann aufgetragen, wenn das Befestigungscomposite etwas autopolymerisiert ist, um einer Kontamination oder Verdünnung durch das noch weiche Material vorzubeugen. Während der Zeit der chemischen Autopolymerisation ist es wichtig, dass bewusst auf exponierte Polymerisationszyklen mit Licht und ohne Glyceringel – sozusagen „im Freien“ – verzichtet wird. Erst nach der Applikation des Gels darf von vestibulär und palatinal lichtpolymerisiert werden.

RkJQdWJsaXNoZXIy NzIxMjU=