ddm Ausgabe 2 | 2023

21 ddm | Ausgabe 2 | 2023 Der komplette Fall Abfolge der Behandlungsschritte Die Behandlung begann mit einer vestibulären und palatinalen Infiltrationsanästhesie mit einem adrenalinhaltigen Articain (1:100.000). 1. Entfernung alter Restauration und Präparation > Zahn 15 • Primärer Zugang von okklusal und Präparation des Kavitätenbodens: Ees wurden Diamantfräser mittlerer Körnung verwendet. Zur Eröffnung der Kavität und groben Entfernung der alten Restauration ein kurzer Diamantzylinder mit runder Kante 838.314.010 (Komet) (Abb. 3a) und zur Entfernung der letzten Restaurationsreste und Präparation des Kavitätenbodens ein langer umgekehrter vergoldeter Kegel 807.012 („fresissima“, DAM Group) / alternativ 807.314.012 (Komet) (Abb. 3b). • Kariesexkavation mit Wolframkarbidbohrer; es wurde ein Mehrschneide-Rosenbohrer C1S.314.016 (Horico) verwendet / alternativ H1S.314.016 (Komet). • Ausarbeitung der distalen Restwand; beim Ausarbeiten der Kavität wurde ein spezieller Fräser für Composite-Füllungen verwendet, um ungestützte Schmelzprismen zu entfernen: extrafeiner nadelförmiger Arkansasstein 661.314.420 (Komet). • Initiale Kavitätenpräparation für adhäsive Restaurationen; es wurde pro Präparation und Zahn ein feiner Diamantschleifer verwendet: runder Diamantschleifer grober Körnung (grün codiert) mit langem Hals 697.016 (Horico) / 6801L.314.016 (Komet). • Okklusale Kastenpräparation in Zahn 15 und Zugang von Zahn 15 zur mesialen Wand von Zahn 16; es wurde in einem Schritt der Kasten für das zukünftige Onlay präpariert und die Kavität distal erweitert, um Zahn 16 approximal zu erreichen, wobei der mesiale Anteil der anterioren Restauration entfernt wurde, da sie infiltriert und abradiert war: konischer Diamantschleifer mit flachem Kopf, runder Kante und mittlerer Körnung 959KR.314.018 (Komet) (Abb. 3c). • Visuelle Kontrolle der Präparation mit einem Farbindikator; es wurde Caries Marker (VOCO) zur visuellen Kontrolle in verschiedenen Situationen und an verschiedenen Zähnen nach zahnärztlichem Ermessen eingesetzt. Durch den Einsatz von Caries Marker konnten die resultierende Kavitätengeometrie zuverlässig kontrolliert und Ungenauigkeiten auch im Randbereich lokalisiert werden (Abb. 4). Auch Restkaries konnte ausgeschlossen werden, da sich gesundes, nicht infiziertes und remineralisierbares Dentin nicht dunkelrot-violett verfärbt. • Restwandstärke bei Zahn 15; es wurde zur Messung der Wandstärke ein Iwanson-Tasterzirkel (Pluradent) verwendet (Abb. 5a und b). Trotz der vorhandenen Wandstärke von 2,5 mm, die auf ausreichende Festigkeit schließen ließ, war es ratsam, den palatinalen Höcker vertikal in der Höhe zu reduzieren (Abb. 11a; weitere Erläuterungen dazu siehe in der Diskussion). 2. Entfernung alter Restauration und Präparation > Zahn 16 • Primärer Zugang zu den anterioren und posterioren Restaurationen; nach dem gleichen Vorgehen wurde zunächst der approximale Teil der anterioren Füllung sowie die Amalgamfüllung (siehe Abb. 6) entfernt. Der Fräser für diese erste Grobentfernung war also derselbe wie für die okklusale Kastenpräparation an Zahn 15 (siehe oben und Abb. 3c). Als Referenz für die mesiale Kavität diente die distale Präparation des Nachbarzahns 15. • Die Entfernung der Füllungsreste an Zahn 16 und Präparation des Kavitätenbodens erfolgte wieder mit dem umgekehrten vergoldeten Kegel 807.012 („fresissima“, DAM Group) wie bei Zahn 15 (Abb. 3b).

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