ddm Ausgabe 2 | 2020

ddm | Ausgabe 2 | 2020 60 Journal „Modelle und Löffel gehen wie geschnitten Brot“ „Flemming Tec – Ihr dentales Technologiezentrum“, so positioniert sich die Flemming Dental Tec GmbH, seit 2018 ein Unternehmen der European Dental Group (EDG). Gegründet wurde das Technologiezentrum mit Sitz in Leipzig im Jahr 2010. Seitdem wurde kontinuierlich in Produktionskapazitäten investiert, das Indikationsportfolio erweitert und der Ausbau der Supportbereiche und Dienstleistungen vorangetrieben. 2016 beispielsweise wurde eine IT-Abteilung eingerichtet, die zahntechnische Betriebe bei ihrer Digitalisierung in allen Fragen der Hardware, Software und Netzwerkinstallation unterstützt. In der Fertigung spielt neben Fräs- und Schleifverfahren – der Maschinenpark umfasst zehn Systeme – mittlerweile auch der 3D-Druck eine Rolle. Ob es sich dabei um eine Haupt- oder eine Nebenrolle handelt, verrät uns Jens Bünemann, Managing Director bei Flemming Tec und Head of Technology bei EDG. Herr Bünemann, jetzt mal ehrlich: Ist die Nachfrage nach Druckerzeugnissen im Dentalbereich tatsächlich so hoch wie einen der Hype um dieses Thema im vergangenen Jahr glauben lassen möchte? Seit Ende 2017 beschäftigen wir uns intensiv mit dem 3D-Druck und setzen die Technologie mittlerweile standardmäßig für diverse Anwendungsbereiche ein. Neben zwei Maschinen, die ausschließlich für Testzwecke verwendet werden, betreiben wir eine Drucker-Farm, die innerhalb von nur zwölf Monaten auf sechs Einzeldrucker angewachsen ist. Wenn das Fertigungsvolumen sich wie erwartet weiterentwickelt, rechnen wir mit einer Verdopplung der Kapazitäten im Jahr 2020 – also Ja, die Nachfrage ist zumindest bei Flemming Tec tatsächlich so hoch. Was ist bitteschön eine Drucker-Farm? Um größere Stückzahlen zu realisieren, gibt es zwei Philosophien: Entweder nutzen Sie einen einzelnen Industriedrucker mit sehr großer Bauplattform oder Sie kombinieren mehrere Drucker, die zusammen auf die gewünschte Kapazität kommen – eine sogenannte Drucker-Farm. Bei Flemming Tec haben wir uns aus verschiedenen Gründen für Letzteres entschieden; zum einen kann eine solche Farm nach Bedarf weiterwachsen, zum anderen können durch die Geräteredundanz Ausfälle

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